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«Hocoma Academy» zu Gast in Valens und St.Gallen

Bereits zum zweiten Mal fand die Hocoma Academy kürzlich im Rahmen ihres «Winter Session Program» den Weg ins Rehazentrum Valens und in die Ambulante Reha St.Gallen. Die 34 Teilnehmenden aus 15 Ländern erhielten einen Einblick in die klinischen Anwendungsmöglichkeiten der robotik- und sensorgestützten Lösungen, die in den Kliniken Valens als Ergänzung zu den klassischen Therapien sehr erfolgreich eingesetzt werden.

Die Kliniken Valens arbeiten seit vielen Jahren eng mit Hocoma zusammen, dem weltweiten Marktführer in Entwicklung, Fertigung und Vertrieb von roboter- und sensorgestützten Geräten zur funktionellen Bewegungstherapie. Ein Vorteil dieser Geräte ist die hohe Therapieintensität, die damit in der Rehabilitation erreicht werden kann. Dies ist, wie wissenschaftliche Arbeiten zeigen, ein entscheidender Erfolgsfaktor in der Rehabilitation. Die Therapien der Kliniken Valens haben selbst mehrere wissenschaftliche Arbeiten zur Anwendung der neuen Technologien veröffentlicht und tragen damit massgeblich zur Entwicklung von weiteren digitalen Therapiemöglichkeiten bei.

Neben den klassischen Rehabilitationsmethoden, die auch weiterhin die Grundlage jeder Therapie ausmachen werden, kann die Arbeit mit Robotikgeräten besonders jene Therapieeinheiten ergänzen, in denen es um die vielfache Wiederholung von Bewegungsabläufen geht. Die internationale Besuchergruppe hatte die Möglichkeit, sich im Rehazentrum Valens und am Standort der Ambulanten Reha St.Gallen ein Bild vom Einsatz und der erfolgreichen Integration von High-Tech-Geräten in den Behandlungsalltag zu machen. Im Rahmen des «Winter Session Program» der Hocoma Academy vom 23. bis 28.02. besuchten die Teilnehmenden, die selbst im klinischen Umfeld arbeiten, Spitäler und Rehabilitationskliniken in der Schweiz und in Österreich – als erste Station dieser Bildungsreise stand Valens auf dem Programm.

Dr. Peter Oesch, Direktor Therapien der Kliniken Valens, betonte in seinem Vortrag zum Thema «Integration von neuen Technologien in den Kliniken Valens» die Vielfalt an neuen Möglichkeiten, die der Einsatz von Robotikgeräten in der Rehabilitation eröffne. Er gab einen Überblick über die Arbeit mit den neuen Technologien in den Kliniken Valens – vom Kauf des ersten Lokomaten im Jahr 2003 bis zur heutigen Anwendung von verschiedensten roboterunterstützten Therapien. Diese seien, kombiniert mit Computerspielen, ein fester Bestandteil der Valenser Therapien. Bei allen Chancen und Möglichkeiten, so Peter Oesch, würden Robotikgeräte jedoch nicht die persönliche Betreuung durch den Therapeuten ersetzen; vielmehr seien sie eine zusätzliche Möglichkeit, um für jeden Patienten das optimale Resultat zu erzielen.

Nach dem Vortrag erhielt die Gruppe eine Führung durch das Haus, wo sie einen Eindruck von den praktischen Anwendungen im stationären Therapiealltag erhielt. Ebenso erkenntnisreich war der Besuch des Standortes in St.Gallen, wo es zwei Tage später eine Führung durch die Räumlichkeiten sowie Einblicke in die ambulante Rehabilitationsarbeit mit den neuen Technologien gab.